Umwelt & Nachhaltigkeit

Seit einem Jahr hat das weltweite Engagement „unserer“ Kinder bei Fridays for Future die Sicht auf die Welt geschärft. Das betrifft die Gesellschaft bis hin in die obersten politischen Gremien. Uns Medizinern ist klar, dass es dabei nicht „nur“ um unseren Planeten, sondern auch unmittelbar um die Gesundheit jedes Einzelnen geht. 

Wir kommen nämlich nicht drumherum, uns damit zu befassen, wie Co2 aus der Luft oder Plastik, Toxine, Schadstoffe und Hormone aus unseren Nahrungsmitteln, kosmetischen Produkten und Verpackungen in unserem Organismus wirken. Denn das tun sie! 

So wurde z. B. Mikroplastik im Rahmen einer aktuellen Studie nach dem Essen von in Plastik verpackten Lebensmitteln in der Darmflora der Probanden gefunden. Also nicht nur – was schon beunruhigend genug ist – am  entlegensten Ort der Welt, der Antarktis. 

Mikroplastik im Körper – nein danke!

Schon seit einigen Jahren weiß man, dass bestimmte Chemikalien, die von außen in den Körper gelangen, unsere Hormonkreisläufe stören können. Man bezeichnet diese Stoffe wie z. B. Weichmacher als endogene Disruptoren. Chronische Erkrankungen, die mit der Aufnahme dieser Stoffe in Zusammenhang stehen, nehmen seit Jahren zu. 

Dieses Wissen gibt einem zu denken, wenn man das nächste Mal das Take Away-Abendessen für Familie und Freunde in Form von zehn Plastiktellern, die wiederum in dünne Plastiktüten eingepackt sind, nach Hause schleppt. Oder wenn man sich neue Kosmetik kauft. Dann lohnt sich ein Blick auf die Verpackung hinsichtlich künstlicher Zusatzstoffe, Farben usw. 

Was kann ich tun?

Mehr als Sie denken! Viele Hersteller auch von Kosmetika fühlen sich durch den Druck der Öffentlichkeit mittlerweile verpflichtet, die Inhaltsstoffe auf der Verpackung zu kennzeichnen. Sie können sich darüber informieren, wie Inhaltsstoffe, die wir aufnehmen, im Körper wirken, welche Inhaltsstoffe in welchen Mengen für den Körper schädlich sind. Wenn man dies weiß, ändert man sehr schnell und gerne sein Konsumverhalten.

Doctors for balance

  • Denken Sie bei Umweltfragen an Ihre eigene Gesundheit
    • und an die Ihrer Kinder
    • und an Ihre Enkel.
  • Step by step: Was lässt sich nachhaltig am einfachsten ändern? Beginnen Sie hier.
  • Kaufen Sie Getränke in Glas- statt in Plastikflaschen.
  • Achten Sie auf Zusatzstoffe in Lebensmitteln und Kosmetika.
  • Fragen Sie den Verkäufer/In Löcher in den Bauch.
  • Laden Sie sich eine Inhalts-Scanner-App herunter.
  • Nehmen Sie eine Einkaufstasche mit (auch Papiertüten sind keine optimale Lösung).
  • Fahrrad aus dem Keller holen – für kurze Strecken sowieso