Stress – wer hat denn hier Stress?

Wir nehmen Ihre Erschöpfung ernst, wenn es sonst keiner tut. Wir geben Ihnen Antworten auf die Fragen: Woher kommt der Stress und das permanente Gefühl der Überforderung; was passiert als Folge in und mit meinem Körper und meiner Psyche; und vor allem: Wie kann ich endlich wieder Energie schöpfen und wieder zu Kräften kommen?

Stress frisst Energie

Jahrelanger Stress kann sich u. a. in Form von Schlafstörungen zeigen, Herzbeschwerden, Migräne oder einem hohen Blutdruck. Als Folge kann eine Nebennierenerschöpfung, nun ja, zu einer tiefen Erschöpfung führen. Dafür typisch ist der Umstand, dass man morgens nicht aus dem Bett kommt und abends nicht rein.

Was stresst Sie am meisten?

Hand aufs Herz: Was uns stresst, wissen wir selbst am besten. Darum zur Bestandsaufnahme bitte absolut ehrlich sein. Ist es die zu hohe Arbeitsbelastung oder Fremdbestimmung im Job, der Freizeitstress, der mütterliche Ehrgeiz mit dem zu vollen Terminkalender der Kids, ehelicher Zwist oder der eigene extrem hohe Anspruch an sich und sein Äußeres?

Schreiben Sie alles auf, was Sie stresst. Auch die Kleinigkeiten wie die Parkplatzsuche oder das Schlangestehen vorm Postschalter, die täglichen 1-Million-Fragen an Sie in der Familie („Mami, weißt Du, wo meine Turnschuhe stehen?“) oder der Ich-lebe-noch-mir-geht-es-gut-Anruf bei der eigenen Mutter. Da wird viel mehr zusammen kommen, als Sie denken – oder eben genau so viel, wie sich das anfühlt.

Stress zeigt sich – immer!

Stress-Symptome

Mehr als wir denken kann auf unser Stress-Konto zurückgehen:

  • chronische Müdigkeit
  • ein geschwächtes Immunsystem mit häufigen Infekten
  • der Ausbruch einer Autoimmunerkrankung
  • eine chronische Erkrankung wie ein Diabetes
  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Rückenschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • durcheinander geratene Hormonspiegel.

Es lohnt sich also immer, Stress ernst zu nehmen und diesen nicht als notwendiges Übel, an das man sich irgendwie gewöhnt hat und das man irgendwie übersteht und irgendwann mal angeht, abzutun.

Nach jahrelangem Raubbau streikt die Nebenniere

Stress bewirkt die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol aus den Nebennieren. Wieviel von diesem Hormon gebraucht wird, richtet sich nach dem persönlichen Biorhythmus, der u. a. von unseren Hormonen, aber auch von den Jahreszeiten und Mondphasen beeinflusst wird.

Müssen die Nebennieren die Cortisolproduktion bei Dauerstress über Jahre bis um Anschlag hochfahren, dann sind die kleinen Organe irgendwann genauso erschöpft wie ihr Wirt, also im Zweifelsfall Sie. Das nennt sich dann Nebennierenschwäche oder Nebennierenerschöpfung (NNRS). Kein Wunder! Wir möchten Sie dazu animieren, Ihren Nebennieren ein bisschen mehr Zeit zu schenken. Wir wissen, dass Sie davon gerade zu wenig haben – aber genau deswegen!

Ziehen Sie die Notbremse!

Ein bißchen Spucke, bitte!

Das rechtzeitige Erkennen einer NNRS ist wichtig, um einem Burnout oder einer anderen Stress bedingten Erkrankung vorzubeugen.

Cortisolspeicheltest 

Mit der Bestimmung des Stresshormons Cortisol aus dem Speichel kann man sehr leicht den Zustand der Nebennieren beurteilen. Man spuckt morgens, mittags und abends in ein Röhrchen und schickt dieses in die Arztpraxis oder direkt ins Labor. Das Ergebnis zeigt einem schwarz auf weiß, ob man sich sein stressiges Leben weiter selber schönreden darf oder seinem Körper und seiner Seele dringend eine Pause erlauben sollte.

Bei einer NNRS ist die Cortisolmenge im Speichel erniedrigt. Bei „moderater“ Erschöpfung ist der Cortisolwert nur morgens, bei totaler Erschöpfung dann über den ganzen Tag erniedrigt.

Schlaf macht nicht nur schön, sondern auch gesund

Die Folge ist ein veränderter natürlicher Biorhythmus: Man kommt wie gesagt morgens nicht zu Potte und abends nicht ins Bett, zumindest nicht, wenn man später als 21 Uhr schlafen geht. Und da das bei den meisten von uns der Fall ist, verpasst man den optimalen Tiefpunkt – zumindest in gesundheitsfördernder Hinsicht. 

Gehen Sie ins Bett!

Würde man sich jetzt erlauben, so früh schlafen zu gehen, wäre das ein Traum für unsere Nebennieren und unseren Körper. Aber da ja noch so viel auf der Liste steht, schleppt man sich bis 23 Uhr oder später durch den Abend und das war’s dann – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn nun ist man drüber und wälzt sich von links nach rechts, vom Rücken auf den Bauch, an den Mann ran und wieder weg – wir kennen das.

Doctors for balance

  • Schlafen Sie! Früh und lange – wir verordnen Ihnen Schlaf auf Rezept sozusagen.
  • Bleiben Sie morgens bis 9 Uhr liegen, wenn es geht. Ok, mindestens am Wochenende (dann wird der natürlich hohe Cortisolspiegel um diese Zeit nicht gleich verbraten).
  • Gönnen Sie sich ein Betthupferl, einen leichter Snack wie einen Joghurt vor dem Zubettgehen, damit Sie nachts nicht unterzuckert aufwachen (hat mit dem Cortisol zu tun).
  • Essen Sie aber abends zeitig und leicht, denn eine schwere, späte Mahlzeit erschwert das Einschlafen zusätzlich.
  • Salzen Sie Ihr Frühstücksei, das bringt den Blutdruck morgens in Schwung.
  • Adaptogene – pflanzliche Anti-Stress-Helfer – wie Rosenwurz oder Sibirischer Ginseng können den Körper unterstützen.
  • Verzichten Sie auf Koffein, eine Tasse reicht, mehr raubt dem Körper zusätzlich Energie.
  • Lassen Sie Ihren Vitamin B-Spiegel kontrollieren (vor allem als Vegetarierin oder Veganerin)
  • Ersetzen Sie auch ggf. einen anderen Vitamin-Mangel (B, C, D)