Selfcare

Sich um andere kümmern, den Wohnraum behaglich gestalten, Kinder versorgen, Freundinnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, im Job – neben der Topleistung – den Kollegen zuhören, das sind für die meisten Frauen ganz normale Social Skills. In der Tat sorgen auch die weiblichen Hormone dafür, dass uns viele Dinge eben nicht egal sind.

Auch wenn die letzten Jahre vielleicht superspannend waren, gerade weil so extrem viel los war und man sicherlich oft stolz, glücklich oder befriedigt abends ins Bett gefallen ist, so kostet die Rushhour des Lebens auch viel Kraft. Irgendwann kommt der Punkt, wo man einfach nicht mehr kann. Oder will – und das ist gut so!

Bei allem hormonellen Chaos sind Perimenopause und Menopause eine wichtige Lebensphase. Viele Frauen lernen sich selbst und ihre Wünsche noch einmal von einer ganz anderen, viel ehrlicheren Seite kennen. Sie finden heraus, was ihnen gut tut und was nicht (mehr). 

Jetzt beginnt die Selbstfürsorge

Viele Frauen haben sich über Jahre oder Jahrzehnte selbst hintenan gestellt, weil sie sich um alles und alle kümmern mussten oder wollten. Jetzt gehen ihnen die Kräfte aus oder sie sind es leid oder beides. Das ist kein persönliches Versagen und man muss sich schon gar nicht schuldig fühlen. Man hat im Zweifelsfall ja lang genug „abgeliefert“. Im Gegenteil: Wenn man den Blick endlich auf sich selbst richtet, dann ist dies der Beginn einer langen, wunderbaren Reise. Das hat mit Egoismus nichts zu tun, sondern mit Selbstfürsorge.

Für die Gesundheit unverzichtbar!

Bei jedem Flugzeugstart wird man angehalten, im Notfall die Sauerstoffmaske erst sich selbst überzuziehen und dann seinem Kind oder anderen Passagieren zu helfen. Warum? Weil man ohne genug Luft zum Atmen nicht nur selbst kollabiert, sondern auch den anderen nicht mehr mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. An diesem Punkt sind aber viele Frauen in ihrer Lebensmitte bereits angekommen, ihnen ist die Luft ausgegangen oder sie bekommen in ihrem Umfeld keine Luft mehr, weil sie sich über viele Jahre so verausgabt haben. Oder weil sie mit ihrer Kraft nun mehr haushalten müssen, weil Hormonschwankungen auf einmal auch noch Energie kosten.

Was kann ich tun?

Sich um das eigene Wohlbefinden – das körperliche, geistige und seelische – zu kümmern, ist spätestens jetzt eine Maßnahme, die der Gesundheit langfristig zugute kommt. Denken Sie darum ab heute mehr an sich selbst.

Womit geht es Ihnen gut, was kostet zuviel Energie, was steht auf Ihrer Das-wollte-ich-immer-schon-tun-habe-es-aber-bisher-nicht-geschafft-Liste? Wovon träumen Sie? Wie wir schon unter dem Themenpunkt Hormone angedeutet haben, nehmen viele Frauen ab den Vierzigern ihre Lebensträume – und Wünsche wieder wahr und setzen nicht selten das eine oder andere dann auch in die Tat um. Fragen Sie niemand anderen außer sich selbst: Geht es mir wirklich gut? Bin ich wirklich glücklich? Was sind meine Träume? Was wünsche ich mir?

Doctors for Balance

  • Sagen Sie Nein!
  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl: Ihr Körper weiß, womit es ihm gut geht – und Ihre Seele auch.
  • Schaffen Sie sich Ihr persönliches Refugium (Niemand darf Sie hier stören).
  • Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst, egal, was Sie damit anfangen möchten.
  • Kommunizieren Sie Ihre Wünsche und Träume innerhalb der Familie und auch im Job.
  • Verlangen Sie Respekt – den haben Sie sich mehr als verdient (wir denken nicht, dass man sich Respekt erst verdienen müsste, Respekt ist die Basis zwischenmenschlicher Kommunikation!).
  • Verschwenden Sie sich und Ihre Zeit nicht mehr an Personen und Dinge, die Ihnen nicht gut tun.
  • Erlauben Sie sich die oben schon angedeuteten Fragen – und noch viele mehr!