Mikroplastik, das aus Nahrungsverpackungen stammt, wurde im Stuhl von acht gesunden Probanden nachgewiesen. Auch wenn dies eine kleine Studie ist, so gibt das Ergebnis einem doch zu denken.

Vor allem, da Experten sich darin einig sind, dass Mikroplastikpartikel, die kleiner als 1,5 Mikrometer sind, die Darmwand passieren und im Körper Unheil anrichten können. Dazu zählen silent inflammation sowie oxidativer Stress. Frauen leiden laut einer Untersuchung (Plastikatlas 2019) der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mehr unter der Belastung von Mikroplastik und endogenen Disruptoren, also künstlichen Weichmachern, die den Hormonhaushalt negativ beeinflussen. Der Hintergrund: Frauen haben biologischerweise einen höheren Körperfettanteil. In diesem Gewebe reichern sich die fettlöslichen Schadstoffe/Chemikalien an. Das ist vor allem in den Lebensphasen, in denen die weiblichen Hormone großen Schwankungen unterlegen sind wie Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre von großer Bedeutung.

Quelle: Schwabl P et al: Detection of Various Microplastics in Human Stool: A Prospective Case Series. Ann Intern Med. 2019;171(7):453-457. https://annals.org/aim/article-abstract/2749504/detection-various-microplastics-human-stool-prospective-case-series

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