Wir freuen uns, dass Midlife Care nun auch unseren Leserinnen in englischer Sprache zur Verfügung steht und den Aufschlag in der Daily Mail und im australischen Frühstückssender Sunrise 7 machen durfte.

Wer die Headline in der Daily Mail erstmal verwirrend findet: Natürlich halten wir viel vom Intermittierenden Fasten für Longivity, also für ein langes, glückliches, gesundes Leben. Wer in unser Buch einsteigt, erfährt schnell, dass wir da differenzieren und z. B. bei einer Nebenniereninsuffizienz oder Erschöpfung, die uns Frauen in den 40ern und 50ern so vertraut ist, bei Intervallfasten vom Ausfallenlassen des Frühstücks abraten. Das ist nämlich dann in der Tat zu viel Stress on top. Ansonsten sind wir durchaus Fans vom Dinnercanceling.

Muffin erlaubt, Intervallfasten dazu kein Widerspruch

Beim Intervallfasten (für uns Frauen heißt das 14 Stunden nichts essen), werden die Glykogenreserven in der Leber angegangen. Wenn die erschöpft sind, wir aber weiter Energie benötigen, baut der Körper – raffiniert wie er ist – Eiweiße (Protein) ab, aus denen er Zucker herstellt. Gleichzeitig beginnt die „Lipolyse“ – der Abbau von Fett um die inneren Organe herum, an Bauch und Hüften, zur Energiegewinnung. Diese Energie wird vom Körpergewebe und – zellen direkt genutzt.

Welche Formen des Intervallfastens gibt es?

Frau kann natürlich nix (hardcore, empfehlen wir ausdrücklich nicht!) oder weniger als 30 Prozent des Energiebedarfs an ein oder zwei Tagen in der Woche essen. Sehen wir kritisch wegen der bei Frauen eh weit verbreiteten und gefährlichen Essstörungen. Gesünder ist es, täglich eine Essenspause von mindestens zwölf Stunden einzulegen. Dann gibt es noch das periodische Fasten, bei dem alle paar Monate an einigen Tagen hintereinander gefastet wird (wie gesagt, empfehlen wir nur bedingt).

Beim täglichen Intervallfasten (englisch: time restricted feeding (TRF) oder TRE (time restricted eating)) verlängert man einfach die Zeit, in der man nachts sowieso nichts isst. Man verzichtet entweder auf das Frühstück oder frühstückt später oder man praktiziert Dinner cancelling. Wenn man also morgens um 7 Uhr frühstückt, dann nimmt man am Vortag das letzte Mal um 17 Uhr kalorienreiche Nahrung zu sich. Trinken von ungesüßtem Tee oder Wasser ist immer erlaubt. So schafft man die 14-stündige Pause. Dafür muss man auch nicht weniger essen. Medizinische Studien zeigen allerdings, dass nur durch das Dinner cancelling von ganz alleine weniger Kalorien aufgenommen werden und darum viele Menschen durch das Intervallfasten langsam und gesund abnehmen.

Wer unser Buch/Bücher (Re-Power erscheint am 26.3.) kennt, weiß, dass wir nichts von strengen Diäten und auch sonst Vorschriften halten. Jede Frau ist einzigartig und darum kann auch jede für sich das Intervallfasten individuell gestalten. Liegt es einem am Herzen, abends mit der Familie an der großen Tafel zu sitzen, dann passt es eher, auf das Frühstück zu verzichten. Ist man eher der Morgen-Latte-Typ, dann sind alle Genüsse vielleicht schon am Nachmittag befriedigt und es fällt leichter, abends nichts mehr zu essen. Also: den Muffin vorher essen und dann ab circa 17/18 Uhr auf die Bremse treten. Nach ein paar Tagen hat der Körper sich umgestellt und ist abends auch gar nicht mehr hungrig.

Mehr zum Gewicht und weitere spannende Themen gibt es in unseren Büchern, im ständig aktualisierten Blog und auf Insta:  @lessdoctorsforbalance

 

 

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